Chinareise 2009
Unser Reisetagebuch an die Heimat hier nochmals zum Nachlesen.

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Ankunft in Shanghai

Hallo in die Heimat,

die gesamte Delegation ist gut in Shanghai angekommen! Die Flüge verliefen bis auf einige Kleinigkeiten ruhig. Nur der Transport der grossen Instrumente und des Werbematerials, welche von der Gruppe aus Frankfurt zu erledigen war, wurde zu einer kleinen Herausforderung.

Die Fahrt vom Flughafen zum Hotel war eine erster Vorgeschmack für diese gegensätzliche Welt in China. Wolkenkratzer und moderne Bahnen wechseln sich mit sehr rustikalen Lebens- und Verkehrsgepflogenheiten ab.

Zur Zeit sitzen wir im Bus Richtung Abendessen und später geht's auf den "Gelben Fluss" zur Bootsfahrt durch das Zentrum dieser 16-Millionen-Metropole, die wir uns auch morgen noch genauer ansehen werden!

Wetter: heiss, noch jetzt am Abend schwül und über 30 Grad!

Shanghai grüsst die Heimat, wir melden uns wieder!

 

Abfahrt nach Hangzhou

Hallo ins Salzburgerland,

nach einer Stadtbesichtigung im Zentrum von Shanghai ging es mit drei Bussen in die Provinzstadt Hangzhou. Wir verlassen diese Metropole vor allem mit unvergesslichen Eindrücken der nächtlichen Skyline.

Da die Klimaanlage eines Busses streikte, musste wieder mal etwas improvisiert werden. Aber schön langsam gewöhnen wir uns an die leicht chaotische Art unserer Veranstalter ;o)

In Hangzhou sind wir soeben in ein sehr gutes Hotel abgestiegen - mit sehr akzeptablem Essen. Abgesehen von abenteuerlicher Hausmannskost (siehe das Foto der gekochten Hühnerfüsse anbei ;o).

Morgen folgt der erste musikalische Höhepunkt, die Eröffnung eines Kulturfestivals mit Brauchtumsgruppen aus 30 asiatischen Nationen und zehntausenden Besuchern.

Alle sind wohlauf, wir melden uns wieder!

 

Bericht aus Hangzhou

Liebe Freunde in der Heimat!

Nachfolgend ein kurzer Überblick zu den Geschehnissen der letzten zwei Tage:

Vorweg, alle sind wohl auf!

Gestern verbrachten wir den Tag in Hangzhou, einer Provinzhauptstadt mit “nur“ 4 Mio. Einwohnern, die im 11. Jahrhundert sogar die Hauptstadt von China war.

Hangzhou ist recht gepflegt angelegt und verfügt aufgrund der Geschichte über reizvolle historische Gebäude. Die grösste Attraktion ist aber der sog. West-See, der die Region zum beliebtesten Urlaubs ziel für erholungshungrige Chinesen macht. Auch wir waren in Bezug auf Sauberkeit und Lebensqualität sehr überrascht.

Gegen Mittag brach man (nach dem Besuch eines Seidenmuseums) zur Eröffnungszeremonie des asiatischen Kulturfestivals auf.

Als wir zum Aufmarsch unsere Busse verliessen, wähnte sich mancher von uns fast als Berühmtheit. Die Einheimischen stürmten in Scharen heran, um diese absonderlichen Geschöpfe in ihren exotischen Trachten zu bewundern und zu fotografieren ;o)

Nach diesem schmeichelhaften Part wartete aber Knochenarbeit auf uns. Bei Gluthitze und Windstille ging es in klingendem Spiel zum Festgelände. Nach dem Kilometer Marsch öffneten sich alle Schweisdrüsen und der Grossteil war bis auf die Lederhose durchgeschwitzt.

Am Festgelände bot sich ein farbenfroher Anblick, dutzende Folkloregruppen aus aller Welt präsentierten die traditionellen Trachten. In Bezug auf Lautstärke und die Imposanz des Auftrittes konnte aber unserer Delegation niemand das Wasser reichen ;o)

Nach unserem Solo-Beitrag, dem in China sehr populären Radetzky-Marsch, rückten wir ab um auf kleinen Booten zu den Bussen zurück zu schippern. Dies nutzte das Musikantenboot um ein spontanes See-Platzkonzert abzuhalten.

Erst zur Überraschung, später sehr zur Freude des Publikums an Land und zur See ;o)

Zum Ausklang gab es verschiedene Arten der individuellen Abendunterhaltung - von der Massage in unserem Superhotel bis hin zu diversen Exkursionen in Hangzhous Nachtleben.

Am heutigen Mittwoch ging es ca. 200 km in die Stadt Jiande am Xinan River, wo wir im Zuge dieses Folklorefestivals unser erstes Konzert am Programm hatten. Nach einer unterhaltsamen Autobahnfahrt (z.B. die abenteuerliche Art des Tiertransportes, siehe Foto) ging es zum Essen und zum Ausruhen ins Hotel. Nach kurzer Probe gaben wir abends unser Konzert vor ausverkauftem Haus (Halle für knapp 1000 Besucher, siehe Foto von der Probe).

Unser einstündiges Konzert war ein voller Erfolg und das Publikum war merklich zufrieden.

Danach folgten diverse Folkloregruppen und danach das übliche Fotoshooting für die chinesischen Gäste.

Jetzt gönnen wir uns noch das ein oder andere Bierchen im Hotel und hoffen, es sind ausnahmsweise genügend eingekühlt ;o) Uns steht morgen aber ein anstrengender Tag bevor, um 02:00 Uhr geht's schon wieder weiter zum Flughafen zum nächsten Etappenziel Wuhan. Dort steht am Abend ein Bankett mit der Provinzregierung an.

Wir melden uns wieder, herzliche Grüsse in die Heimat!

Eure Langnasen (Spitzname für Europäer in China ;o)

 

Provinz Hubei

Nihau aus China!

Nach zwei Tagen wieder ein Update aus der Provinz Hubei, die alle gesund und wohlbehalten erreicht haben.

Wuhan zählt ungefähr so viele Einwohner wie Österreich, ist die Hauptstadt der Provinz Hubei und gilt als bedeutende Universitätsstadt. Die Anreise erfolgte in zwei Gruppen. Die Musiker reisten per Flugzeug an, während die Begleitung schon vor unserem Konzert in Jiande die 800 km in zwei Etappen via Bus in Angriff nahmen.

Mittwoch Abend wurde der Erfolg unserer Konzertpremiere seitens der Künstlerfraktion noch würdig gefeiert. In weiser Voraussicht wurde das Hotelmanagement gebeten, für ausreichend gekühlte Bierreserven zu sorgen, welche wir dann dank Schnäppchenpreis (für die Halbe ca. 80 Cent) souverän und vollständig entsorgten ;o)

Der freundliche chinesische Reiseleiter hatte allerlei Trinkspiele auf Lager, sodass manch  akrobatische und gesangliche Höchstleistung  das verdutzte Personal entzückte ;o)

So kam es, dass ob der ausgelassenen Stimmung kaum jemand ein Auge zugetan hatte, als wir um 02:00 Uhr morgens zum Flughafen aufbrachen. Um 07:30 Uhr starteten wir mit einer Boeing 737 nach Wuhan und verbrachten einen angenehmen und ruhigen Flug.

Die Busbesatzung reiste zwar bei weitem nicht so komfortabel, wurde aber für die Odyssee mit unserem Spitzenhotel in Wuhan belohnt.  Das “ Renaissance“ entspräche auch dem österr. 5-Stern Standard.

Und das allerbeste: Es gibt europäisches Frühstück ! ;o)

Nach begeistertem Verzehr dieser unverhofften Wohltat stand die Besichtigung der abendlichen Konzert-Location an. Was uns dort erwartete, übertraf selbst unsere kühnsten Vorstellungen! Das Bühnenbild zierte ein haushohes Plakat mit der TMK Lungötz und das geliebte Tennenebirgspanorama prangte plötzlich hoch über Wuhans Strassen ;o) (siehe Foto)

Die nachfolgende Besichtigung eines Parks am gigantischen Yangzi-Fluss viel einem Monsunregen zum Opfer, der mit unbändiger Gewalt über uns hereinbrach, 10 Minuten währte und die Strassen teilweise überschwemmte.

Das anschliessende Mittagessen in einem verschnörkelten Nobelschuppen wusste durchwegs zu überzeugen. Weiter ging es zum Kranichturm, dem historischen Wahrzeichen Wuhans.
Diese Wehranlage diente einst als Befestigung in den Vereinigungskriegen und heute sportliche Betätigung nach dem Mittagessen für uns. 
(Foto vom Kranichturm anbei)

Derzeit sammeln wir uns wieder in den Bussen um die Konzertvorbereitungen abzuschliessen. Die Begleiter sind zu einem Gala-Bankett mit Vertretern der Provinzregierung geladen.

Wie es uns dabei gegangen ist, werden wir in der nächsten Mail berichten.

Grüsst uns die Heimat!

 

Wuhan und die Shaolin-Stadt

Liebe Freunde im Salzburgerland,

in unserem letzten Bericht schlossen wir kurz vor dem geplanten ersten Konzert in Wuhan, aus welchem aber leider nichts wurde. Das Regenwetter, das uns schon mittags heimsuchte, vergönnte der Stadtbevölkerung Wuhans den Kunstgenuss offensichtlich nicht.

Nach einiger Wartezeit und improvisiertem Instrumentenstimmen in den Gässchen der Stadt wurde das Konzert schliesslich gecancelt und wir rückten zum Abendessen ab. Hierbei handelte es sich um ein bisher unbekanntes Kapitel chinesischer Hausmannskost, dem sogenannten “Feuertopf“. In einem Gefäss über offener Flamme wurden diverse Ingredenzien in kochendem Wasser gegart. Fondue fernöstlicher Art, sozusagen ;o) (siehe Foto).

Diesmal erntete die Reiseleitung keinen uneingeschränkten Applaus für dieses kulinarische Abtenteuer. Die vereinzelte Missstimmung wurde aber anschliessend in den verschiedensten Kneipen und Diskotheken durch die reichliche Zufuhr diverser Gärgetränke beseitigt ;o)

Entsprechend glänzte mancher bei der morgentlichen Standeskontrolle durch Abwesenheit und versäumte das Samstagsprogramm. Hierbei handelte es sich vormittags um einem Museums- und Universitätsbesuch.

Das Museum drehte sich um den altertümlichen Fürsten  Yi von Zeng, dessen Grab erst 1978 geöffnet wurde. Neben dessen sterblichen Überresten wurden auch jene von zwanzig Frauen gefunden, die freiwillig mittels ehrenvollem Freitod den Herrscher ins Jenseits begleiten “durften“

Auch die alten Chinesen waren schon der Konservierungstechnik mächtig, so waren  viele Grabbeigaben bestens erhalten.

Nach dem Mittagessen gab es die Möglichkeit, den chinesischen Einzelhandel zu stützen, Schlafdefizite auszugleichen oder im Wellnessbereich auszuspannen.

Abends wurde der zweite Versuch unternommen, das mühsam angeeignete musikalische Können auf unserer Freiluftbühne darzubringen. Dies wollte sich ein Ausläufer eines japanische Wirbelsturmes offensichtlich nicht entgehen lassen. Deshalb waren nicht Notenwerte und Vorzeichen sondern heftige Sturmböen die grösste Herausforderung während unseres Vortrages.

Das Publikum war trotzdem begeistert und die Kapellmeister sahen über vereinzelte witterungsbedingte Unsicherheiten milde hinweg. Bei den Hits wie dem Radetzkymarsch und unseren chinesischen Gassenhauern kam im Auditorium wieder mächtig Stimmung auf. Auch die spontane Walzerdarbietung von Bürgermeister Rudi Lanner und seiner Gattin wusste dem Publikum zu gefallen.

Dankbar enterten wir nach einigen Freundschaftsbekundungen wieder unsere Busse. Waren wir nach den bisherige Auftritten immer klatschnass-geschwitzt, waren die Musiker und vor allem unsere Begleiter im Publikum diesmal ziemlich durchgefroren. Immerhin gab es einen Temperatursturz von ca. 20 Grad!

Danach übertraf sich unsere Reiseleitung wieder einmal selbst und kredenzte uns ein exquisites Dinner: Als Hauptgang gebratenes Hühnerfilet im Brotmantel an Currysauce, dazu Frittierkatoffeln und Salatvariationen;
Oder einfacher gesagt: ein Haufen Salzburger Trachtler sitzt in der Eingangshalle eines Luxushotels und mampft Fastfood von McDonald's ! ;o)

Am Sonntag morgen hiess es Abschied nehmen von Wuhan. Es gibt jetzt eine kurzfristige Routenänderung, etwas, das nach gut einer Woche China niemanden mehr wirklich überrascht. Statt nach Kunming mit dem Flieger geht es jetzt per Bus nach Luoyang. Dies ist die Heimatstadt der Shaolinmönche, die weltbekannt für Waffenkunst und
Akrobatik sind. Eine lange Busfahrt, aber somit bleibt wenigstens Zeit, Euch einen (hoffentlich nicht zu) ausführlichen Etappenbericht zu schreiben ;o)

Die Fahrt in die Heimatstadt der Shaolin gestaltete sich landschaftlich durchaus reizvoll. Die Hügellandschaft mit reichhaltiger Vegetation erinnerte fast an die Toskana. Unser wandelndes Lexikon, Dr. Shao versorgte uns mit viel Wissenwertem über die Chinesische Historie. Nach einem ordentlichen Abendessen ging es in Tracht zur Shaolin-Vorstellung. Eine perfekt choreografierte Licht- und Bühnenshow in einem Freilufttheater, die aber eher wenig mit den althergebrachten Künsten der Mönche zu tun hatte.

Das war es für den Tag, morgen besichtigen wir die historischen Stätten der Gegend, die auch als die Wiegen der chinesichen Philosophie bekannt sind.

Liebe Grüsse nach Hause!

 

Die alte Kaiserstadt Kaifeng

Nihau!

Wieder ein paar Neuigkeiten aus dem fernen Osten Richtung Heimat.

Nachdem wir also am Sonntag einen sehr frischen Abend verbrachten, ging es retour in unser Hotel. Offensichtlich eilt uns schon ein zweifelhafter Ruf voraus und das Hotelmanagement war extra für uns nochmals Bier ausfassen.

So kam es wieder wie es kommen musste und ein beträchtlicher Haufen machte die chinesische Nacht zum Tage. Eine besondere Attraktion des Abends waren die musikalischen Darbietungen diverser MusikantInnen am hastig herbeigeschafften Klavier - verziert durch allerlei Gesang und den Trompetenklängen von Rupert Gappmaier.

Danach wurde alles hervorgekramt, was an alpenländischem Liedgut verbreitet ist. Vom Gstanzl, Zwoaagsong bis zum Austropop wurde alles mal mehr mal weniger richtig, aber immer voller Hingabe dem chinesischen Personal dargeboten. Diese schwankten zwischen Bewunderung und Fassungslosigkeit ob unserer Trink- und Gesangsfestigkeit ;o)

So sanken manche nur sehr kurz oder gar nicht in die Betten, bevor wir morgens zum Shaolin-Kloster aufbrachen. Die Abtei liegt malerisch an bewaldeten  Berghängen. Daher rührt auch der Name Shaolin (Shao = Berg, Lin = Wald). Im Kloster angekommen, konnte man die vielen jungen Novizen beim Trainingsdrill beobachten. Auf einer Bühne durfte man dann die Körper- und Waffenbeherrschung der Mönche live bewundern. Im Anschluss besichtigten wir die weitläufigen Gebäude der Abtei und danach dem Pagodenfriedhof der Mönche.

Nach der Einnahme des Mittagessens in Luming-Hotel verlegten wir uns nach Zhengzhou, mal wieder so ein Städtchen mit 8 Milionen Einwohnern.  Die Hauptattraktion war die Gratis-Show unserer Buschaffeure. So wurde z.B. kurzerhand die Kreuzung einer Hauptverkehrsstrasse mit dem 50-Sitzer blockiert, damit der zweite Bus via Gegenspur umdrehen konnte. Dies ist offensichtlich nichts besonderes hier in China, die anderen Verkehrsteilnehmer ertrugen dies mit stoischer Ruhe, anstatt wie befürchtet zum Mittel der Lynchjustiz zu greifen.

Nach dem Abendessen stürzte man sich ins Getümmel des Nachtmarktes, wo alles mögliche an Kleidung und Ramsch zum Schnäppchenpreis auf Verhandlungsbasis feilgeboten wurde. Weniger appetitlich war der angrenzende Fleischmarkt. Um Euch die nächste Mahlzeit nicht zu verderben, verzichte ich hier ausnahmsweise auf die Details ;o)

Eine kurze Busfahrt führte uns in das historische Kaifeng (siehe Foto), in welcher im Altertum der Kaiser residierte und die zeitweise wohl die grösste Stadt der Welt war.

Im weitläufigen Areal der kaiserlichen Anlage wurde einiges besichtigt, nach dem Mittagessen (Prädikat ausbaufähig) unter anderem diverse Vorführungen mit  Akrobatik, Reiterei und Tanz. Sogar der chinenische Volkssport Hahnenkampf war auf der Agenda.

Damit wurde der Nachmittag zugebracht und man schritt zum Abendessen. Wobei dieses Mal doch mehrere verweigerten, war die Aussendarstellung des Restaurants doch eher appetitmindernd. Um die grösste Not zu lindern, griff man beim nächsten Strassenstandl zu Bananenbier und Eis.

Im Restaurant selbst wurde der Geburtstag von Bgm. Rudi Lanner kurz feierlich begangen, hatten doch unsere Reisebegleiter irgendwo eine riesige Torte aufgetrieben.

Aktuell sitzen wir im Bus zum Flughafen, wo wir um 21:00 h Ortszeit zum grossen Finale nach Peking aufbrechen.

Auf bald, werde mich vor dem Abflug Richtung Dubai wieder melden!

 

Peking

Liebe Freunde,

gestern Abend erreichten wir also unser letztes Etappenziel in China, die Hauptstadt Peking.
Die Dimensionen der Stadt sind wahrhaft gigantisch, sie erstreckt sich über eine Fläche in der Grösse der Steiermark!

Vom nicht minder imposanten Flughafen ging es zum “Inlodge-Hotel“ welches uns die letzten beiden Nächte der Expedition beherbergen sollte. Am folgenden Morgen wandten wir uns auf gut ausgebauten Strassen ca. 60 km stadtauswärts nach Badaling zu einem der historischen Höhepunkte unserer Reise: Der “Grossen Mauer“ (oder Chinesische Mauer). 

Diese Wehranlage erstreckt sich über unglaubliche 6.000 Kilometer quer durch China und diente ursprünglich der Abwehr von kriegslüsternen Nomadenstämmen. Wir hingegen erklommen dieses Weltwunder der Antike mit ausschliesslich friedfertigen Absichten. Wir brachten sogar die abendländische Musikkultur zu diesem Baudenkmal. Plötzlich ertönten Salzburger Bläserweisen von einem der unzähligen Wehrtürme. Renate Diegruber und Rupert Gappmaier hatten die Flügelhörner eingepackt und brachten dem internationalem Publikum einige Duette dar (siehe Foto).

Der Auftstieg entlang der Mauer an einem steilen Berggrat glich auf den ersten Metern einer Völkerwanderung, Touristen aus aller Herren Länder wälzten sich bergan. Später machte sich die Lammertaler Geländegängigkeit bezahlt, den die Reihen lichteten sich zusehens und so manches brauchbare Erinnerungsfoto kann den Weg nach good old Austria antreten. An dieser Stelle gleich ein Aviso für unseren Fotoabend, den wir zuhause für die Allgemeinheit zumindest mal geplant haben.

Wir machten an der Mauer viele Höhenmeter und die T-Shirt Verkäufer ob dieser schweisstreibenden Angelegenheit  gute Umsätze ;o) Der Lohn dieser Mühen waren bleibende Erinnerungen und ein wirklich ausgezeichnetes Mittagessen in einem der vielen Shoppingtempel.

Danach ging es wieder ab in die Busse in Richtung Zentrum, auf dem Weg dorthin passierten wir auch das Nationalstadion. Ob der Architektur wird dies auch “das Vogelnest“ genannt und wurde wie so vieles in diesem Bezirk für die Olympischen Spiele 2008 in imposantem Baustil errichtet.

In wenigen Kilometern durchreisten wir die Zeit, von den Prunkbauten der Moderne ging es zu den Baudenkmälern des Mittelalters. In der “Verbotenen Stadt“ residierten die chinesischend Kaiser 600 Jahre lang bis zum Sturz des letzten Regenten im Jahre 1911. Ein kundiger Führer geleitete uns durch die riesigen Garten- und Palastanlagen der Kaiserresidenz.
Dort lernten wir viel über Baukunst und Leben am chinesischen Hof.

Den Abschluss bildete ein Gruppenfoto am “Platz des Himmlischen Friedens“,  wo der allgegenwärtige ex KP-Chef Mao im Jahre 1949 die Volksrepublik China proklamierte. Diese Zusammenrottung von Langnasen rief wieder einmal viele schaulustige Chinesen auf den Plan.

Im Anschluss wappnete sich unsere Gruppe für die letzte gastronomische Herausforderung der Reise. Aber die Ankündigung, es stünde Peking-Ente auf dem Speiseplan liess sogar spontanen Applaus im Bus aufbranden ;o)

Die Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Auch die zweite Mahlzeit des Tages war ausgezeichnet, auch wenn bei uns daheim die Ente eher ohne Schnabel serviert wird (siehe Foto ;o)

Nach dem Showact wurden noch viele Worte des Dankes gesprochen und die letzten organisatorischen Absprachen für den Abreisetag getätigt. Morgen brechen wir mit drei Maschinen gen Heimat auf.

Da ich in der ersten Maschine fliege und um 03:30 Uhr raus muss, kann ich über die Erlebnisse der Partyfraktion nicht mehr authentisch berichten ;o)

So schliesse ich mit diesen Zeilen und freue mich wieder auf die Heimat!

Liebe Grüsse, Andi und die Chinesen!